Der historische Gasthof „Zum Alten Wirt" wird in einer Urkundenaufstellung von 1676 dergestalt erwähnt, dass er bereits im Jahre 1417 an einen neuen Besitzer übergeben worden war. Damit ist er das älteste Gasthaus auf heutigem Münchner Stadtgebiet!
Die Entstehung verdankt die Tafernwirtschaft sicherlich ihrer geographischen Lage direkt neben der Dorfkirche St.Georg und der ehemaligen Würmfurt an der alten Landstrasse von München über Obermenzing und Lochhausen nach Fürstenfeldbruck und Augsburg.
Die heutige Gestalt der Wirtschaft, die nahezu unverändert die Jahrhunderte überstanden hatte, wurde in den Jahren 1589/90 geschaffen.
Zur damaligen Zeit war der „Alte Wirt" noch das größte Bauerngut mit über 200 Tagwerk Grund, verteilt von Obermenzing bis Aubing, Augustenfeld, Günding und Pasing.
Nach einer wechselvollen Geschichte mit vielen kurzzeitigen Besitzern bzw. späteren Eigentümern konnte im Jahre 1985 das Bauunternehmerehepaar Inge und Max Kerscher das Anwesen käuflich erwerben und von Grund auf sanieren. So sind die Jagdstube, die Kirchenstube, das Gewölbe und letztendlich der große Bauernsaal im Obergeschoß entstanden und renoviert worden.
In letzter Zeit wurde der rückwärtige Stadel saniert und der Biergarten nach Süden vergrößert. Auch der Rest der Maibaumwiese gegenüber dem „Alten Wirt" konnte wieder dem Wirtshausbesitz zugefügt werden, sodass der Parkplatz und der Standort des Maibaums für alle Zeiten gesichert sind.
Seit 2004 prägten Renate und Manfred Schlegl mit ihrer Familie die Gastlichkeit des Hauses. Mit frischer bayerischer Küche, persönlichem Service und viel Gespür für die besondere Atmosphäre des historischen Gebäudes führten sie die lange Tradition des „Alten Wirts“ über zwei Jahrzehnte hinweg fort.
Im Jahr 2025 begann ein neues Kapitel in der Geschichte des Hauses: Renate und Manfred Schlegl übergaben die Gaststätte an Sonja Wagner-Schuller. Sie führt den „Alten Wirt“ seither mit Respekt vor seiner jahrhundertealten Geschichte und dem Anspruch weiter, bayerische Wirtshauskultur, herzliche Gastlichkeit und die besondere Atmosphäre des Hauses zu bewahren und zugleich behutsam weiterzuentwickeln.